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#Biofarm Kochbuch

#eifachfeinDas Kochbuch «natürlich vegetarisch» –Foodfotografie macht Lust auf Experimente in der Küche

Wer kennt es nicht: Man steht vor dem Kühlschrank, brütet über dem Einkaufszettel und kann sich einfach nicht entscheiden, was man kochen möchte. Der Hunger ist da, doch es fehlt die Inspiration.
Das Kochbuch «natürlich vegetarisch» schafft Abhilfe. Es enthält 91 klassische wie auch neue Rezepte, von Snacks und Salaten über Hauptspeisen bis hin zu farbenfrohen Desserts – alles aus frischen Bio-Zutaten. Grosszügige Bilder der fertigen Speisen machen die Rezepte besonders attraktiv und sorgen für Inspiration in der Küche.

Ungewöhnliche und traditionelle Rezepte

Im Design ist das Buch eher minimalistisch gehalten, die farbenfrohen Fotografien der Gerichte erhalten viel Platz. Die Bilder im rustikalen Stil unterstreichen das «Bauernküche-Feeling», alles wirkt traditionell und heimelig. Ob Leinölparfait, Löwenzahnsalat oder Klassiker wie Spinatwähe – «natürlich vegetarisch» bietet Gaumenfreuden für jeden Geschmack.
Die Idee für das Kochbuch kam von der Genossenschaft Biofarm, einem stetig wachsenden Zwischenhändler für Bioprodukte aus der Schweiz. Dies war mein erster grosser Auftrag als Foodfotografin und dementsprechend hatte ich grossen Respekt vor der Aufgabe. Ich liess mich aber gerne darauf ein, auch wenn die Umsetzung innert sechs Monaten definitiv zur Herausforderung wurde.

Lebensmittel aus Schweizer Bioproduktion

Biofarm setzt auf pflanzliche Produkte in Bioqualität und aus nachhaltigem Anbau, hauptsächlich aus der Schweiz. Entsprechend war schon früh klar, dass es ein vegetarisches Kochbuch sein wird. Der Fokus: schmackhafte Gerichte aus frischen Bio-Zutaten.
Die vielseitigen Rezepte versprechen eine grosse Portion «Swissness» auf dem Teller: einerseits durch die Nahrungsmittel aus Schweizer Bioproduktion, andererseits durch ikonische Rezepte wie die Süssmostcrème oder Polenta mit Steinpilzen. Auch einige Backanleitungen finden sich im Buch, darunter Zopf, «Guetzli» und verschiedene Brote.

Köchin, Foodstylistin und Fotografin zugleich

So abwechslungsreich wie das fertige Kochbuch waren auch meine Aufgaben. In diesem Projekt war ich nämlich nicht nur Fotografin, sondern auch Köchin und Foodstylistin zugleich.

Als Köchin musste ich natürlich alle Rezepte selbst kochen. Auch hier war ich gefordert, denn ich habe niemals eine Kochschule besucht, auch nicht in der Schulzeit. Da es für die Bilder wichtig war, dass die Gerichte die richtige Farbe und Konsistenz aufwiesen, musste ich so manches Rezept mehrmals ausprobieren. Einige Rezepte passte ich selbst an, andere wurden von der Liste gestrichen, weil sie für die heutige Zeit zu kompliziert waren.
Im nächsten Schritt war meine Aufgabe das Foodstyling: Welcher Teller, welches Besteckt passt zu welchem Gericht? Wie lässt sich das Essen möglichst ansprechend anrichten?
Hierbei war es mir ein Anliegen, ohne künstliche Nahrungsmittel, «Tricks» wie Leim und Haarspray oder gar Chemie zu arbeiten. Schliesslich sollten die Fotos auch die natürliche Frische der verwendeten Bioprodukte widerspiegeln. Daher benötigte ich pro Bild bis zu einer Stunde, bis jedes Körnchen oder Salatblättchen so auf dem Teller lag, wie es sein sollte.

Die Komposition – minutiöse Handarbeit

Erst, nachdem die Speisen angerichtet, die Accessoires und der selbst hergestellte Hintergrund sorgfältig zurechtgelegt wurden, folgte der Griff zur Kamera. Nun ging es darum, den richtigen Winkel, das perfekte Licht zu finden. Die Herausforderung beim Ablichten lag darin, immer eine ähnliche Lichtstimmung zu haben, die aber trotzdem ein anderes Bild suggeriert, damit nicht alle Fotos gleich aussehen. Wie bei jedem Fotoprojekt folgte die Bearbeitung der Bilder. Hier war es wichtig, alle Bilder im selben Format zuzuschneiden und von der Farbtonung her ähnlich zu halten. Die Zutaten und Gerichte durften dabei aber nicht verfälscht werden.

All dies in einem halben Jahr zu meistern, war keine leichte Aufgabe. Doch es hat sich gelohnt: Das fertige Kochbuch in den Händen zu halten, war ein unvergessliches Erlebnis für mich. Der Grünkernburger, das Kaki-Mousse und die Dinkelflockensuppe gehören bis heute zu meinen persönlichen Lieblingsrezepten.

Neugierig?
Das Kochbuch «natürlich vegetarisch» ist am 01. Mai 2018 im FONA-Verlag erschienen.
Es ist über mich hello@lichtartfotografie.ch, im
Biofarm-Webshop oder mit anderem Cover bei Weltbild erhältlich.

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